Augmented Reality & Virtual Reality – Technologien mit ungeahntem Potential

Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor Sie könnten alles, was Sie sehen und wissen möchten, in Ihr Sichtfeld projizieren. Die natürliche Umgebung verschmilzt mit digitalen Informationen zu einer neuen Welt, die Ihnen blitzschnell bieten kann, wonach Sie suchen. Dieser neue Horizont ist das Universum der Augmented Reality (AR). Gehen Sie nun einen Schritt weiter, geben Sie Ihren Umgebungsbezug auf und tauchen Sie ein in eine brandneue Realität, in der wirklich alles möglich ist – der Virtual Reality (VR).

Lange klangen solche Szenarien wie Science-Fiction. Heute verbirgt sich hinter diesen Technologien ungeahntes und erstmalig greifbares Potential. Sie bieten uns nicht nur die Möglichkeit neue Verfahren zu erschließen. Wir können auch ganz klassische Prozesse erweitern – entweder durch die Überlagerung der realen Umgebung mit digitalen Informationen, oder aber durch das Eintauchen in eine völlig neue, virtuelle Welt.

Doch was genau hat es mit den Technologien der Augmented und Virtual Reality wirklich auf sich?

Als technologische und methodische Experten für AR und VR möchten wir Ihr Verständnis schärfen. Wir helfen Ihnen diese aufkommenden Technologien zu verstehen und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten kennenzulernen. Durch eine agile Integration in Ihr Unternehmen stellen wir sicher, dass Sie mit einem gezielten Einsatz von AR und VR deren volles Potenzial entfalten können und bereits früh vom Mehrwert profitieren, der sich hieraus ergibt.

Erfahren Sie auf unseren Webseiten daher:

Was versteht man unter AR & VR?

Die Bezeichnungen AR und VR beziehen sich auf Technologien, die es uns ermöglichen, virtuelle Inhalte auf eine einfache Art in unsere Arbeitsweise zu integrieren. Mit ihrer Unterstützung lassen sich zusätzliche Informationen in unser Blickfeld einblenden, interaktive Objekte in unsere Umgebung projizieren oder vollständig virtuelle Umgebungen erzeugen und so ganze Realitäten simulieren.

Ermöglicht wird diese Innovation vor allem durch neue technologische Entwicklungen, die die Zusammenführung von Computerprozessen, Umgebungserkennung und menschlicher Interaktion erlauben. So ist es heute beispielsweise kein Problem mehr, Bewegungen eines Menschen in den virtuellen Raum zu übertragen oder die reale Umgebung in Echtzeit abzubilden. Dadurch ergeben sich völlig neue Möglichkeiten in der Ausschöpfung virtueller Elemente als Teil unserer Realität.

AR und VR im Kontext von Mensch, Computer und Umgebung.Quelle: Angelehnt an Microsoft

Definition von AR & VR

Spricht man von AR und VR, nimmt man recht moderne Begriffe in den Mund. Deren Ideen sind zwar alt, aber die technologische Umsetzung neu. Noch gibt es keine einheitliche Definition, anhand welcher Kriterien sie voneinander abzugrenzen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die Deutungshoheit nicht nur auf technologischer, sondern auch auf ideologischer Ebene ausgefochten wird. Immerhin handelt es sich bei AR und VR nicht nur um reine Technologien, sondern vor allem auch um Ideen.

AR

AR steht für Augmented Reality und beschreibt eine erweiterte Realität. Bei den Erweiterungen kann es sich entweder um eingeblendete Informationen und Elemente, oder aber um komplexe virtuelle Objekte und Strukturen mit Raumbezug handeln. Das Ziel von Augmented Reality ist es den Nutzer in einer realen Tätigkeit zu unterstützen. Zur Anwendung kommen dafür entweder marktübliche Smartphones und Tablets oder spezielle Datenbrillen mit transparentem Display. Beim Einsatz besonders moderner Datenbrillen kann der Nutzer mit den virtuellen Objekten interagieren, als seien sie real. So können die digitalen Inhalte mit handgesten manipuliert, an beliebigen Orten angeheftet oder auf realen Oberflächen abgelegt werden. Unternehmen haben ein besonders großes Interesse an Augmented Reality da die Technologie verspricht, viele Vorteile im Arbeitskontext zu bieten.

VR

VR steht für Virtual Reality und bezeichnet vollständig virtuelle Realität. Das Ziel der VR ist es nicht die bestehende Umgebung zu erweitern, sondern sie zu ersetzen. Dafür nutzen die Anwender ein Headset mit intransparentem Display, das als HMD (head mounted display) bezeichnet wird. VR-HMDs sind so beschaffen, dass sie den Nutzer möglichst gut von seiner natürlichen Umgebung trennen und in einer neuen, virtuellen geschaffenen Welt aufgehen lassen können. Popularität in der Gesellschaft hat VR-Technologie vor allem durch Videospiele erhalten, die durch die neue Entwicklung ein besonders immersives Spielerlebnis bieten können. Doch auch im Industriekontext findet VR immer stärker Anwendung, um beispielsweise besonders greifbare Simulationen oder einprägsame Schulungen durchzuführen.

Mixed Reality Spektrum

Ein dritter Begriff, der neben AR und VR häufig fällt, ist MR. MR steht für Mixed Reality und bezeichnet die „vermischte Realität“. Gemeinhin versteht man Mixed Reality als das gesamte Spektrum der Technologien und als Überbegriff für AR und VR. Man spricht auch vom Mixed-Reality-Spektrum oder dem Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum. Häufig wird anstelle MR auch der Begriff XR für Extended Reality verwendet.

Zu verstehen ist dieses Spektrum als kontinuierlicher Strahl, dessen Enden die reale Welt und die virtuelle Welt bilden.

Einordnung von AR, MR und VR auf einem Spektrum.
Quelle: eigene Darstellung

AR und VR liegen jeweils nahe den Enden des Spektrums, berühren diese jedoch nicht. Um die Realität zu erleben brauchen wir keine technische Schnittstelle, die uns dabei hilft. Es ist auch unmöglich, vollkommen in der virtuellen Welt aufzugehen und eine Art totale Immersion zu erleben, in der wir als Mensch restlos digital werden.

AR beginnt nahe der realen Welt und umfasst alle Anwendungen, die die physische Welt des Benutzers um virtuelle Elemente erweitern. VR liegt am anderen Ende der Skala nahe der virtuellen Welt. Im Gegensatz zu AR beschreibt VR eine vollständig virtuell geschaffene Umgebung. Eine Technologie muss dabei nicht unbedingt eindeutig einem Typen zugewiesen werden können. Durch die fließende Natur des Spektrums zwischen realer und virtueller Welt, entstehen schnell Mischformen.

Es gibt jedoch auch alternative Betrachtungsweisen und Definitionen, die beispielsweise unter MR nicht das gesamte Spektrum verstehen, sondern VR ausschließen. Auch völlig andere Einordnungen sind möglich, je nach Unternehmen oder deutender Instanz. Gestritten wird zudem nicht nur, wie sich die Begriffe im Spektrum verteilen, sondern auch, ob ein solches Spektrum überhaupt existiert. Aus technischer Sicht mag die Gegenüberstellung von AR und VR Sinn ergeben, da die technischen Unterschiede zwischen einer AR-Brille und einem VR-Headset fließender Natur sind. Aus utilitaristischer Sicht kommen jedoch Zweifel auf, da die Ziele der AR (die Realität zu erweitern) und VR (die Realität zu ersetzen) nicht genauso fließend ineinander übergehen wie ihre technischen Gegenstücke. Man verfolgt entweder das eine Ziel oder das andere – Mischformen entgleiten so trotz ihrer technischen Machbarkeit die Daseinsberechtigung.

Sie möchten verstehen welche Technologien hinter AR und VR stecken? Schauen Sie mal hier vorbei.

Warum sich der Einstieg in AR und VR lohnt

Der Trend immersiver und realitätserweiternder Technologien steht schon lange branchenübergreifend in der Beobachtung von Unternehmen. Einige davon sind Early Adopter geworden, die früh damit begonnen haben mit AR-Datenbrillen zu experimentieren. Zunächst waren viele enttäuscht von den frühen Modellen der Headsets. Die Geräte stellten sich als zu schwer, unkomfortabel und nicht robust genug für den täglichen Einsatz heraus. Trotzdem wurde nicht das Potenzial außer Acht gelassen, welches eine ausgereiftere Technik freisetzen sollte.

Heute zeichnen Analysen und Prognosen dagegen ein einheitliches Bild: AR und VR sind im Kommen. Ein Unternehmen kann sich entweder darauf einstellen und die Vorteile nutzen oder von der Entwicklung abgehängt werden. So prognostiziert beispielsweise die IDC für AR und VR ein „signifikantes Wachstum“ bezüglich der Verkaufszahlen von AR-Datenbrillen und VR-HMDs mit einer kumulierten jährlichen Wachstumsrate von 66,7% bis 2023. Lag die Zahl 2018 noch bei 5,9 Millionen Stück, soll sie für 2023 auf 68,6 Millionen steigen. Großes Potenzial zeichnet auch die zwischen 2017 und 2018 durchgeführte Marktstudie von BIS Research Inc. ab. Ihren Prognosen nach soll der Markt für Augmented und Virtual Reality, der 2017 noch 3,5 Milliarden US-Dollar groß war, bis 2025 auf 198 Milliarden US-Dollar anwachsen. ARtillery Intelligence zeichnet in einer aktuellen Untersuchung von 2019 ein ähnliches Bild. Alleine für den Bereich der Augmented Reality soll der globale Umsatz von 1,96 Milliarden US-Dollar in 2018 auf 27,4 Milliarden in 2023 ansteigen:

AR Global Revenue Forecast.Quelle: AR Global Revenue Forecast

Alle Analysen zeichnen ein eindeutiges Bild und auch andere Metriken unterstützen diese Wachstumsprognosen. Die Zahl der Patentanmeldungen für AR und VR ist alleine zwischen 2015 und 2018 um 125% auf 32.083 Patente gestiegen. Hinzu kommt, dass eine schnell wachsende Anzahl an Startups Trends nutzen und die Technologien weiterentwickeln. Auf dem Startup-Portal AngelList sind knapp 2.000 Augmented Reality Startups mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,2 Millionen US-Dollar gelistet.

Aufmerksamen Unternehmen entgeht dieser Trend nicht: in einer 2018 im Harvard Business Review publizierten Untersuchung haben 87% der 394 befragten Manager angegeben, sich in irgendeiner Weise mit den Usecases für Augmented Reality zu beschäftigen. 20% davon haben die Gelegenheit besonders früh ergriffen und setzen AR bereits gewinnbringend im Unternehmen ein.

Von einem professionellen Einsatz versprechen sich die Unternehmen:

  • Optimierung von Arbeitsabläufen
  • Produktivitätssteigerung
  • Wettbewerbsvorteile
  • Beschleunigung von Lernprozessen
  • Bessere Kundenerfahrung
  • Verkürzung von Stillstandszeiten
  • Fehlerminimierung
  • Höhere Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an sich ändernde Umstände
  • Effektivere Entscheidungsfindung von Mitarbeitern nicht-wissensintensiver Bereiche
  • Schnellerer Markteintritt mit neuen Produkten und Services
  • Höhere Mitarbeiterzufriedenheit

Ganz konkrete Beispiele finden sich in einer Studie von Capgemini. Boeing-Ingenieure nutzen AR-Technologie, um sich Schaltpläne in ihrem Sichtfeld anzeigen zu lassen. Damit arbeiten sie auf intuitive Weise 25% schneller und konnten ihre Produktivität um 40% steigern. Eine Steigerung der Produktivität konnten auch Mitarbeiter der Toms River Municipal Utilities Authority (ein Gemeindeversorger in New Jersey) erreichen. Dort wird AR- und VR-Technologie verwendet, um sich in Echtzeit in der Straße verborgene Versorgungsleitungen anzeigen zu lassen. Bei Ford wird VR wiederum in Kombination mit Bewegungssensoren eingesetzt, um menschliche Bewegungen bei der Montage aufzuzeichnen. Daraufhin wurden neue Bewegungsmuster erarbeitet, die das Verletzungsrisiko um 70% senkten und zu einer Reduktion ergonomischer Probleme um ganze 90% führten.

Einsatzmöglichkeiten von AR & VR

Wie finden Sie die passenden Einsatzmöglichkeiten in Ihrem Unternehmen? Wie können Sie Augmented und Virtual Reality in bester Weise mit Ihrem Fachwissen und Ihrer Expertise verknüpfen, um selbst von Produktivitätssteigerungen, sinkenden Downtimes und Fehlerminimierungen zu profitieren?

Wir setzen auf Design Thinking und bieten Ihnen an, gemeinsam im Rahmen von produktiven Workshops herauszufinden, welche Optionen sich Ihnen bieten. Einige Beispiele verdeutlichen, welches Potenzial sich durch einen geschickten Einsatz von AR- und VR-Systemen ausschöpfen lässt:

Interaktive Fertigungsanweisung mit der Microsoft HoloLens 2.Quelle: Microsoft

  • Interaktive Fertigungsanweisungen führen den Nutzer durch eine Schritt-für-Schritt Anleitung für die Montage von Vorrichtungen. Dadurch können selbst komplexe Bauteile und Maschinen ohne Vorkenntnisse oder Training montiert werden.
  • 3D Wartungsunterstützungen zeigen den Service-Technikern das Innenleben der Maschine und alle Betriebsparameter in Echtzeit an. Das Resultat ist eine massiv beschleunigte Diagnose und Reparatur.
  • Virtuelles Prototyping ermöglicht Designern einen schnellen, kollaborativen Design-Prozess und führt durch den Verzicht von Clay-Modellen zu erheblichen Kostenersparnissen.
  • Interaktive Trainings lassen Trainer nahezu ortsunabhängig arbeiten, bieten eine Steigerung der Lerngeschwindigkeit und erhöhen die Skalierbarkeit des Trainings.
  • 3D Raum-/Layoutplanungen lassen eine Echtzeit-Planung im Raum und in beliebigem Maßstab zu. Sie erleichtern die Kaufentscheidung und beschleunigen den Planungsprozess von Produktionshallen, Messeständen oder Bürogebäuden.
  • Indoor & Outdoor Navigation ohne WLAN oder Bluetooth Beacons ermöglichen jedem Menschen eine intuitive Orientierung in unbekanntem Umfeld.
  • 3D Mängelmanagement im Bau & Gebäudemanagement erlaubt es Benutzern virtuelle Tickets im Raum zu platzieren und sich zu diesen navigieren zu lassen. Dadurch können Anliegen wie Baumängel schneller gefunden, abgewickelt und prozessgerecht dokumentiert werden.
  • Räumliches Building Information Modelling (BIM) kann von Benutzern eingesetzt werden, um ein reales Objekt mit dessen digitalen Zwilling zu überlagern und so einen Soll-Ist-Vergleich durchzuführen. Abweichungen werden schneller erkannt, die Planung und Durchführung des Projekts deutlich erleichtert.
  • 3D Produktdarstellungen präsentieren beliebige Produkte in Lebensgröße, helfen dem Kunden bei seiner Kaufentscheidung und führen so zu höherer Kundenzufriedenheit.
  • OP Unterstützungen & anatomische Visualisierungen lassen Röntgenaufnahmen direkt auf den Körper der Patienten erscheinen und ermöglichen Chirurgen einen dreidimensionalen Blick in die tatsächliche Beschaffenheit des Körpers eines Patienten. Prozeduren können besser dargestellt, individueller geplant und dem Patienten näher vermittelt werden.

 

Anatomische Visualisierung mit der Microsoft HoloLens 2.

AR und VR stellen sich als facettenreich und vielseitig einsetzbar heraus. Sicherlich sind Sie selbst schon auf erste Ideen gekommen, wie Sie die Technologien gewinnbringend in Ihrem Unternehmen einsetzen könnten.

Doch wie geht man am besten vor? Welche Schritte sind bei der Entwicklung zu durchlaufen? Das folgende Beispiel veranschaulicht, wie man ein Projekt sinnvoll angehen und konstruktiv durchführen kann.

 

Bild: Anatomische Visualisierung mit der Microsoft HoloLens 2.
Quelle: Microsoft

Augmented Reality Beispielprojekt

Stellen Sie sich vor, Sie möchten neuen Mitarbeitern dabei helfen, sich so schnell wie möglich in Ihrem Bürokomplex zurecht zu finden. Das große Areal und die unzähligen Meeting-Räume bereiten Neuankömmlingen häufig Schwierigkeiten und führen zu Verspätungen. Zufällig haben Sie kürzlich mitbekommen, dass Augmented Reality die Möglichkeit bietet eine Art Navigationssystem umzusetzen, ganz ohne Bluetooth-Beacons. Das klingt vielversprechend – Sie fassen also den Entschluss sich beraten zu lassen.

Ihr Auftrag geht an die Novatec. Wir sollen Ihnen das Thema näher bringen und gemeinsam mit Ihnen eine mögliche Umsetzung konzipieren. In mehreren Design-Thinking-Workshops analysieren wir Hand in Hand Ihre bestehende Infrastruktur, die möglichen Anwender, erstellen erste Umsetzungskonzepte und wählen die passende Hardware aus. Nach einer fundierten Prüfung der Machbarkeit und des Mehrwerts, der sich für Sie ergibt, entscheiden Sie sich für die Entwicklung einer AR Navigations-App für Smartphones. Die Idee ist, dass Ihre Mitarbeiter mit einer Mobile-App auf Ihrem Firmengelände, drinnen wie draußen, zu bestimmten Zielen navigieren können. Um das Vorhaben effizient zu realisieren, einigen Sie sich mit Novatec auf eine agile Entwicklung nach Scrum.

Im nächsten Schritt wird gemeinsam eine Anforderungsanalyse durchgeführt. Darin werden unter anderem die zukünftigen Nutzer definiert, die Bedienelemente festgelegt und darüber abgestimmt, wie Daten innerhalb der App bereitgestellt, verwendet und verarbeitet werden sollen. Anschließend definieren Sie gemeinsam mit dem Product Owner (PO) eine Produktvision, die als Leitfaden bei der Entwicklung dient. Steht die Produktvision, kann es mit der Entwicklungsarbeit losgehen. Das Ziel ist zunächst die Erarbeitung eines MVPs (Minimum Viable Product), welches die grundlegenden Funktionen der vorab definierten Anforderungen enthält und als Basis für umfangreiche Anwendertests dient.

In einem iterativen Prozess, bestehend aus Planung, Umsetzung und Test, begleitet Sie der PO durch die Entwicklung und stellt den aktuellen Entwicklungsstand vor. Nach und nach entsteht die erste Version der Anwendung mit der handlungsrelevantes Feedback eingeholt werden kann – dieser Schritt ist von besonderer Wichtigkeit, denn nur dadurch kann zuverlässig sichergestellt werden, dass die gewünschte App leicht bedienbar ist, alle wichtigen Funktionen abdeckt und das gewünschte Ziel erfüllt. Am Ende dieses iterativen Prozesses ist das MVP erstellt. Es besteht aus zwei Anwendungen, einer Admin-App und einer Anwender-App.

Mit der Admin-App sind Sie in der Lage, Wegpunkte frei auf Ihrem gesamten Unternehmensgelände zu setzen und Ziele festzulegen. Dafür scannt die Applikation die unmittelbare Umgebung, erkennt markante Punkte und fasst diese in Punktwolken zusammen. Setzt ein Nutzer der Admin-App einen Wegpunkt, wird ein bestimmter Teil der zuvor erstellten Punktwolken als Referenz für den Wegpunkt erfasst und als sogenannter Raumanker (engl. spatial anchor) in der Cloud gespeichert. Mehrere auf dem Weg gesetzte Wegpunkte bzw. Raumanker werden wiederum in eine Lagebeziehung zueinander gesetzt und ebenfalls dort gespeichert.

Spatial Anchors
Spatial Anchors, zu deutsch Raumanker, sind Teil der aufkommenden AR-Technologie. Dabei handelt es sich um feste Punkte in der realen Umgebung, die das AR-System identifiziert und „verankert“. Auch wenn der Nutzer sich im Raum bewegt, behalten Spatial Anchors immer ihre feste Position und Lage bei. Sie dienen als Referenzpunkte und als Koordinatensysteme für die virtuellen Inhalte, die dadurch augenscheinlich im Raum fixiert werden können.

Auf der anderen Seite steht die Anwender-App, die dazu dient, die zuvor erstellten Wegpunkte zu erkennen und Ihre Mitarbeiter über diese zu den festgelegten Zielen zu navigieren. Dafür scannt auch die Anwender-App permanent die Umgebung und bildet eigene Punktwolken aus den Daten der markanten Punkte im Raum. Da diese nach demselben Muster erkannt werden, wie auch die Admin-App sie erkannt hat, werden die aktuell gescannten Daten einfach nur mit den in der Cloud gespeicherten Daten verglichen. Ähneln sich Datensätze, kann die App feststellen, wo und in welcher Orientierung sie sich befindet. Steht der Nutzer vor einem Wegpunkt, greift die App über einen Webservice auf die Lagebeziehungen der Raumanker zu, die zuvor in der Cloud abgespeichert wurden und leitet so den Nutzer entlang eines Graphen zum jeweils nächsten Wegpunkt. Auf diese Weise hat der Mitarbeiter die Möglichkeit eines der von Ihnen erstellten Ziele auszuwählen und sich ganz einfach per Smartphone dort hin navigieren zu lassen.

Zusammengefasst umfassen die Apps damit folgende Funktionen:

Admin-App
  • Scannen der Umgebung zum Sammeln von räumlichen Daten
  • Erstellen von Weg- & Zielpunkten
  • Sammeln und speichern von Lagebeziehungen zwischen den Raumankern

Anwender-App
  • Wiedererkennen der erstellten Raumanker
  • Abruf der Lagebeziehungen
  • Erstellen eines Graphen aus den gespeicherten Lagebeziehungen
  • Zielführung

Architekturübersicht AR-Navigationssystem.
Quelle: eigene Darstellung

Auf dieser Grundlage wird die Anwendung iterativ und agil nach Scrum weiterentwickelt. Eine testgetriebene Entwicklung sorgt für eine gezielte Verbesserung durch den Ausbau bestehender sowie der Implementierung neuer Funktionen. Der regelmäßige und enge Kontakt zu den Nutzern erlaubt es zudem hohe Qualitätsstandards zu erreichen und ohne große Umwege ein effizientes Endprodukt zu erarbeiten. All diese Schritte gehen wir, um die zuvor festgelegte Produktvision zu erreichen und eine reibungslose Entwicklungsarbeit zu ermöglichen.

Jedes Projekt ist so individuell wie das Unternehmen, das es durchführt. Daher beherbergt jedes Projekt auch ganz individuelle Herausforderungen die es zu meistern gilt. Wir als Novatec sprechen nicht nur von Agilität, wir leben sie. Mit einem Anteil von 100% agiler Projekte meistern wir jede Herausforderung und führen auch Ihr Projekt sicher zum Erfolg.

Ein Blick in die Zukunft

Als die Einführung des Computers in die Haushalte und den Alltag der Menschen gerade begonnen hatte, konnte sich noch kaum jemand ausmalen, was in jenem Moment von statten ging. Viele konnten sich noch nicht einmal vorstellen, dass ein durchschnittlicher Haushalt sonderlich viel Nutzen aus einem PC ziehen könne. Heute blicken wir zurück und lernen aus unserer eigenen Kurzsichtigkeit. Der PC war der erste große Schritt hin zu einem Leben, das von einem digitalen Spiegelbild unserer Realität begleitet wird. Er brachte uns eine neue Dimension unserer Welt direkt nach Hause. Der Siegeszug des Smartphones war der zweite große Schritt und brach mit der Ortsgebundenheit unserer Vernetzung. Heute ist ein großer Teil der Menschen in jedem Moment digital verbunden. In welche Richtung wird sich die Technologie weiterentwickeln?

Persönlichkeiten wie Tim Cook, Satya Nadella oder Mark Zuckerberg sind der festen Überzeugung, dass der nächste Schritt die Verschmelzung der digitalen mit der realen Welt ist. Vor allem AR soll die nächste Plattform für die Nutzung virtueller Inhalte darstellen und damit direkt dem Computer und dem Smartphone folgen. Auch VR Systeme, die zu Jaron Laniers Zeiten noch 250.000 US-Dollar gekostet haben und völlig unhandlich waren, werden mit zunehmendem technischen Fortschritt immer mehr Einzug in unseren Alltag erhalten. Analysten sind sich einig, dass die Entwicklung dieser Technologien in den kommenden Jahren zunehmend mehr Auftrieb erhalten und ein ungeahntes Maß an Möglichkeiten freisetzen wird – wie einst unser PC.

Auch wir sprechen MR bzw. AR und VR ein gigantisches Potenzial zu und sind fest davon überzeugt, dass sie unser Arbeitsleben in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen und bereichern werden.

Was ist mit Ihnen? Die technologische Entwicklung wartet nicht. Warten auch Sie nicht länger und gestalten Sie jetzt Ihre digitale Zukunft!

Ihr Ansprechpartner

Novatec_Jonas-Grundler

Jonas Grundler

Head of IoT & Digital Innovation
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Ihr Ansprechpartner Jonas Grundler Head of IoT & Digital Innovation
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