Was ist ein Smartes Produkt?

Was macht ein smartes Produkt wirklich smart? Das Attribut „Smart“ beschreibt mittlerweile die unterschiedlichsten Geräte wie Smartphone, Smartwatch, Smart-TV oder Smart-Fridge (intelligente Kühlschränke). Diese Gebrauchsgegenstände verbindet die Möglichkeit, dass man mit einem Touchscreen oder einer Fernbedienung mit ihnen interagieren kann und sie Zugang zum Internet haben. Doch nicht alles was „twittern“ kann oder einen Touchscreen besitzt, muss auch smart sein.

Smarte Produkte setzen die Anwender auf neuen Wegen in den Mittelpunkt und ermöglichen ihnen neue Bedienkonzepte im digitalen und vernetzten Zeitalter.

Es sind nützliche Gegenstände, die moderne Technologien für die Vernetzung gebrauchen, um den Nutzern die Verwendung zu erleichtern, oder auch erst zu ermöglichen. In Haptik, Form, Design und Verlässlichkeit können diese Produkte bereits perfektioniert sein, jedoch können sich durch die Vernetzung völlig neue Möglichkeiten eröffnen und weiteren Raum für Innovationen schaffen.

Das Smarte Produkt – ein Schlüssel zur Digitalisierung.
Quelle: eigene Darstellung

Bildlich beschrieben, erschließt das Smarte Produkt mit seinen Sensoren, Aktoren, Form, Design, Haptik und Verlässlichkeit die reale analoge Welt mit der digitalen. Eine IoT-Plattform oder eine vergleichbare Konnektivität bietet dabei den notwendigen Hebel, sodass die Technologien in der Cloud oder dem On-Premise Rechenzentrum sinnvoll greifen. Die digitalen Informationen aus dem Smarten Produkt können dadurch in Wissensdatenbanken oder anderen Speichern in Verbindung mit Data-Analytics und Integrationen zu weiteren Systemen auf einer oder mehreren Dashboards oder Visualisierungen dargestellt werden.

Die Kommunikation zwischen Produkten, Nutzern und Anbieter bietet gerade jetzt neue Möglichkeiten, damit relevante Informationen zur Verfügung stehen, sobald diese gebraucht werden. Condition Monitoring, Fernsteuerung, Integration in BPM, Asset Tracking sind nur ein Teil, in dem diese technologischen Errungenschaften eine große Rolle spielen. In besonderen Kernbereichen werden manche dieser Technologien bereits seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt, beispielsweise in Hochregal-Lagern, hoch-automatisierten Fabrikanlagen oder in der automatischen Bestell- und Service-Abwicklung. Diese Industrien verwendeten bereits vor dem IoT-Hype Technologien für die Vernetzung. Sie sind die Vorreiter gewesen, deren Lösungsansätze jetzt auch in anderen Anwendungsfällen im Rahmen von Vernetzung, IoT und Smarten Produkten ihren Einsatz finden.

Lassen sie sich faszinieren: Selbst kleinste Schritte in Richtung Vernetzung und Informationsaustausch verbessern die Bedienung, erhöhen die Transparenz und integrieren Spezialwissen von Experten in die Nutzererfahrung.

Ein Beispiel: Vernetzung eines
Autos zu einem Smartphone

Ein sehr naheliegender Anwendungsfall ist die Vernetzung eines Autos zu einem Smartphone mit den Bedienelementen eines Funk-Autoschlüssels und weiteren Funktionen, die je nach Hersteller variieren. So kann eine Auto-App, nach der Koppelung mit dem richtigen Fahrzeug, über eine verschlüsselte Verbindung die Fahrzeugtüren öffnen, schließen oder auch den Tankfüllstand abrufen. Besonders bei der Routenplanung der nächsten längeren Autofahrt muss man sich nicht den Tankfüllstand merken, sondern die App berücksichtigt diesen automatisch und plant den besten Tankstop – egal ob Elektrofahrzeug oder Verbrenner.

Im Transportbereich bietet Michelin die Möglichkeit, Reifen als Dienstleistung zu nutzen. Sensoren in den Rädern überwachen den Zustand von LKW-Reifen über Reifendruck und Abrieb. Die durch die Sensoren gewonnen Daten werden den Nutzern zur Verfügung gestellt, um die Reifen optimal einzusetzen. So garantiert Michelin eine Kraftstoffersparnis von 1%, eine Abriebersparnis um 1mm – das entspricht 15.000 bis 20.000 Mehrkilometer pro Reifen, sowie seltenere Reifenpannen und eine Optimierung der Leerkilometer.

Anders sieht es oft in der Produktion und der Fertigung aus. Wer hat noch nicht davon gehört? – Industrieroboter die Fahrzeugteile durch die Luft heben, als wären sie federleicht. Oder menschenleere Fertigungsstraßen, deren Überwachung in futuristischen Leitständen erfolgt. Hier finden sich oftmals Umsetzungen in Richtung smarter Produkte, wie Zustandsüberwachung, vorausschauende Wartung, Product-Lifecycle-Management, Software-Update-Distribution und Datenanbindung vom Zulieferer über die Produktion bis zum Kundensupport. Nur beziehen sich diese Umsetzungen häufig auf maßgeschneiderte Speziallösungen, die kaum Interoperabilität der einzelnen Komponenten aufweisen und dadurch eine schwer anpassbare Insellösungen bilden – Stichwort: Machine-Execution-System bzw. Produktionsleitstelle. Um mehr Flexibilität durch moderne Technologien in diese Systeme zu bringen oder den Einstig in ein solchen System zu erleichtern, haben sich Standardisierungsgremien oder Allianzen für Best-Practices und Richtlinien wie die Open Industry 4.0 Alliance gegründet.

Für einzelne Produkte in der Industrie gibt es beispielsweise von ABB (ABB ServicePort), Fanuc (Fanuc Field) und Trumpf (TruServices) besondere Service-Leistungen ihrer Maschinen. Diese stellen lokal- oder remote-ausgeführte Dienstleistungen bereit, damit eine effektivere Störungsbehebung und Kundenbetreuung durchgeführt werden kann. Einen Mehrwert erhält man allerdings erst, wenn wir mehrere Geräte miteinander verknüpfen und die erhobenen Daten für eine weitere Verarbeitung zur Verfügung stellen. Daher besteht der nächste Schritt darin, die Daten auszuwerten und darauf zu reagieren – sozusagen teilautonom. Erst dann kann wirklich von einem Smarten Gerät gesprochen werden.

Digitalisieren Sie sich mit Smarten Produkten

Ein Smartes Produkt nutzt alle Bereiche des IoT und vieles darüber hinaus. Wir unterstützen Sie in allen IT-technischen Herausforderungen, beispielsweise:

  • Auswahl passender Sensoren für Ihr Produkt, wahlweise mit Konzeption & Prototyping.
  • Konzeption und Umsetzung einer sicheren Anbindung zur Datenübertragung vom smarten Produkt bis in die Cloud.
  • Auswahl einer geeigneten Plattform zur Datenanalyse.
  • Diskussion und kreative Ideenfindung für neue Geschäftsmodelle.

Natürlich möchten wir, dass Sie bereits im Vorfeld wissen, worauf Sie achten müssen – hierzu können Sie sich gerne auf unserer Webseite informieren, zum Beispiel zum Thema Asset Tracking oder neue Geschäftsmodelle. Wir wünschen viel Erfolg und freuen uns, wenn Sie uns ansprechen!

Ihr Ansprechpartner

Novatec_Jonas-Grundler

Jonas Grundler

Head of IoT & Digital Innovation
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Ihr Ansprechpartner Jonas Grundler Head of IoT & Digital Innovation
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