14. Mai 2020

Es tut sich was auf dem Framework-Markt!

Das Rennen um die besten Plätze auf dem Microframework-Markt hat begonnen. Welche sich gerade etablieren und wie ihre Einsatzmöglichkeiten sind, haben unsere Kollegen Christian Schwörer und Carlos Barragan in ihrem Artikel in der aktuellen Ausgabe des Java Magazins festgehalten.

In der Softwareentwicklung ist nichts so beständig wie der Wandel: Die letzten Jahre waren geprägt vom Microservice-Trend und der damit verbundenen Abkehr von schwergewichtigen, monolithischen Anwendungen hin zu kleineren, Cloud-basierten Services und Serverless Computing.

Welche Rolle spielen Microframeworks?

Im Bereich der JVM konnten sich Spring Boot und Eclipse MicroProfile für die Microservice-Entwicklung etablieren und haben maßgeblich zum Erfolg des Architekturpatterns beigetragen. Allerdings bringen diese Frameworks einigen Overhead mit sich, stammen sie in ihrem Kern doch aus der Ära vor Microservices und Cloud.

Daher gewinnen in letzter Zeit junge, schlanke JVM-Frameworks, die von Grund auf und vollumfänglich für Cloud-Anwendungen konzipiert wurden, an Bedeutung. Zudem bekommen schon länger existierende Frameworks, die sich durch ihre Leichtgewichtigkeit auszeichnen, in modernen Cloud-Betriebsszenarien neuen Aufwind. Dieser Trend lässt sich unter dem Begriff JVM-Microframeworks zusammenfassen.

In ihrem Artikel „Per Microframeworks durch die Galaxis – Der schnellste Weg zu modernen Java-Microservices“ geben Christian Schwörer und Carlos Barragan in der Ausgabe 6.20 im Java Magazin eine Übersicht über aktuelle JVM-Microframeworks. Dabei stellen sie neben den Funktionalitäten und Einsatzmöglichkeiten auch mögliche Risiken vor, die der Einsatz mit sich bringt.

Im Zuge dessen gehen sie unter anderem detaillierter auf die Frameworks Micronaut, Quarkus, Javalin, Helidon, Ktor, http4k, Ratpack, Spring Fu und Vert.x ein.

Welches Framework das Rennen macht, bleibt abzuwarten – Vermutlich ist jedoch „genug Platz“ für alle vorhanden. Für die Framework-Nutzer beziehungsweise Entwickler sind es auf jeden Fall spannende Zeiten.