16. September 2019

Als selbstorganisiertes Team Entscheidungen treffen

Selbstorganisation, einmal eingeführt, dann läuft das wie von selbst – Aber ist es wirklich so einfach? Wir helfen Ihnen beim Entscheiden lernen in selbstorganisierten Teams!

Das Experiment Selbstorganisation beginnt: Zukünftig trifft das Entwicklungsteam die Entscheidungen! Der Wunsch: dadurch werden Entscheidungen getroffen, die von allen Teammitgliedern getragen werden.

Doch es dauert nicht lange, da zeichnen sich die ersten Symptome mühsamer Entscheidungsprozesse ab: Es wird massenhaft diskutiert, jeder hat eine noch innovativere Idee, die Timebox ist längst überschritten und mindestens einer im Team ist in Gedanken bereits bei einem anderen Thema. Am Ende ist keine eindeutige Entscheidung getroffen.

Marcella Brebaum und Christian Richter kennen dieses Problem und haben sich mit der Entscheidungsfindung in Teams ausgiebig beschäftigt: Bereits auf dem Scrum Day und in einem Blog Beitrag haben sie ihre gesammelten Erfahrungen geteilt. In ihrem Artikel „Wie wir als selbstorganisiertes Team entscheiden lern(t)en“ in der Informatik Aktuell stellen sie nun geeignete Werkzeuge, Prinzipien und Methoden vor, die dem Team helfen dieses frustrierende Experiment zum Erfolg zu bringen, so dass Entscheidungen produktiver gefällt werden.

Dabei beantworten die beiden Fragen wie:

  • Wie treffen die meisten Teams Entscheidungen?
  • Was macht eine gute Entscheidung aus?
  • Selbstorganisation einmal eingeführt läuft von selbst?
  • Welche Form von einem Kommunikationsprozess ist hilfreich?
  • Welche Methode eignet sich für die Entscheidungsfindung?

5 Phasen für die Entscheidungsfindung bis zur Umsetzung

Um diese Fragen zu lösen, haben Marcella und Christian die 5 Phasen des Zurcher Ressourcen Modell (ZRM) als Grundlage herangezogen:

Phase 1
Bedürfnis/Wunsch – Ein oft unbewusster Wunsch oder ein vages Unbehagen mit der aktuellen Situation.

Phase 2
Motiv/Abwägen – Ein ausformulierter Wunsch, der aber noch nicht handlungswirksam ist.

Phase 3
Intention – Ein handlungswirksames Ziel. Die Entscheidung setzt Energie frei; Motivationsschub nach Blockade.

Phase 4
Praaktionale Phase – Es werden Maßnahmen zum Priming sowie zum Lernen und zur Übung getroffen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, die neue Intention auch in schwierigen Situationen in Handlung umsetzten zu können.

Phase 5
Handlung – Zielrealisierendes Handeln: Präzise Ausführungsintensionen sind geplant und genügend Gelegenheiten zum Priming wurden hergestellt – dann kann das Team so handeln, dass sie ihre gefassten Ziele realisieren.

Die passenden Methoden zu den Phasen finden Sie in dem Blog beschrieben.

Das Ziel? Sie wollen Ihnen ein besseres Verständnis rund um das Thema Entscheidungsfindung übermitteln. Denn was für den Einzelnen schon herausfordernd ist, wird in der Gruppe häufig zu einem echten Kraftakt.

Wir unterstützen Sie bei der Entscheidungsfindung!

>> Zum Artikel

>> Wer den Vortrag live erleben möchte, die zwei werden im November auf der Konferenz Tools4AgileTeams in Wiesbaden sein.

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